Fahrzeughändler sind oft ein wenig eigen. Ein VW-Verkäufer bei Liewers wollte mir vor 13 Jahren partout keinen Polo verkaufen. Nicht einmal einen Prospekt hab ich bekommen. Ich bin dann direkt vom Liewers zum Opel-Händler gefahren und hab dort noch am selben Tag einen Corsa erworben. Manche nannten die Kiste Opel-Geschwür, andere Fröschchen - ich bin immer noch froh ihn hin und wieder zu fahren.
Bei Yamaha Rainer kann man sich heute immer noch mindestens genauso wundern wie damals bei Liewers. Die Motorräder stehen bunt gemischt dicht an dicht, draufsetzen (relativ wichtig, wenn man wissen will, ob ein Motorrad von der Größe passt) ist aus Platzgründen vollkommen unmöglich und der Ständer mit den Prospekten ist von Motorrädern so verstellt, dass man fast nicht rankommt.
Nachdem der selbe Verkäufer, der mich ein paar Minuten vorher gefragt hatte ob er mir helfen könne, meine Frage "Gibt's die FZ1 nur noch mit ABS?" mit "Da müssen's den Kollegen hinter dem Ständer fragen." abgewürgt hat, hab ich mir eben selbst geholfen. Ich habe herausgefunden, dass neue und gebrauchte Maschinen bunt gemischt stehen, dass wenn man ein Motorrad umschmeißt (was bei der Enge leicht passieren könnte) wahrscheinlich alle Eisen im Geschäft dominoartig mitfallen würden und dass mir die FZ1 eigentlich auch gar nicht zusagt.
Vielleicht wird es auch die Kawasaki Z750, wenn ich 2010 wieder einen Bock mein Eigen nennen werde ... die kann ich auch nicht bei Yamaha Rainer kaufen.
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